Stadtgemeinde Freistadt Eisenstadt, Hochwasserschutz

Die Landeshauptstadt Freistadt Eisenstadt liegt am Südhang des Leithagebirges und erstreckt sich im Süden bis in die Wulkaebene. Der Nordrand des Ortsbereiches liegt unterhalb des Hauptkammes des Leithagebirges und somit auch unterhalb zahlreicher Grabensysteme des Leithagebirges.

Auch wenn das Klima durch seinen pannonischen Charakter gekennzeichnet ist – der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt rund 600 mm – ist es in der Vergangenheit bei außergewöhnlichen Niederschlagsereignissen immer wieder zu Hochwasserschäden im Siedlungsgebiet gekommen. 

Als Grundsatz für die Herstellung der Hochwassersicherheit hat sich ergeben, die Hochwasserereignisse außerhalb des Siedlungsgebietes zu fassen und retendiert durch den Ortsbereich zum Vorfluter zu leiten. 

Vordringlich wird die Herstellung des Hochwasserableitungskanals des Grabensystems Gloriettegraben zum Eisbach verfolgt. Mit der Errichtung des ersten Teilabschnittes DN 1200 entlang der Bundesstraße B50 wurde bereits vor mehr als 10 Jahren begonnen, für den Weiterbau konnte jahrelang keine Zustimmung für eine geeignete Leitungstrasse gefunden werden. 

Durch die Aufparzellierung der landwirtschaftlich genutzten Flächen in den Bereichen Eichtalstraße und Untere Kirchtaläcker West konnte im Jahr 2006 die wasserrechtliche Bewilligung für den Weiterbau des Hochwasserableitungskanals DN 1000 bis zum bestehenden Grabensystem mit einer Länge von rund 2.100 lfm erwirkt werden. 

Der erste Teilabschnitt mit einer Länge von rund 1600 lfm konnte bis Jahresende 2007 ausgeführt werden, der Ausbau des zweiten Teilabschnittes mit einer Länge von rund 500 lfm ist für das Jahr 2008 vorgesehen. Dieser Teilabschnitt gestaltet sich insofern als aufwendig, da die Trasse im Bereich der Bankgasse durch verbautes Wohngebiet verläuft und der vorhandene Straßenraum durch bestehende Einbauten fast zur Gänze belegt ist.

Die Berechnungswassermenge des Hochwasserableitungskanals beträgt bis zu 2.900 l/s. Entlang der Ableitungsstrecke ist die Errichtung von zwei weiteren Rückhaltebecken mit einem Inhalt von 5.000 m³ und 2.000 m³ zur Abpufferung von weiteren Oberflächenwasserzuflüssen vorgesehen.