Stadtgemeinde Neusiedl am See, Hochwasserschutz Teichbach

Die Stadtgemeinde Neusiedl am See liegt am Rand des Neusiedler Sees, am Fuß der Parndorfer Platte. In den tief eingeschnittenen Trockentälern - wie dem Teichbachtal, die sich am Abbruch der Parndorfer Platte herausgebildet haben, sammelte sich bei Starkregenereignissen das Wasser. Die in Richtung der Ortschaft führenden Gräben konnten das Wasser nicht mehr fassen und der Bach uferte aus. Im Ortsgebiet kam es regelmäßig zu Überflutungen der Straßen und der angrenzenden Häuser.

Durch den Bau eines Rückhaltebeckens am Rande des Ortsgebietes, die Eintiefung des weiterführenden Grabens, die Vergrößerung der Abflussquerschnitte und der Durchlässe soll das Siedlungsgebiet bei Hochwasser wirkungsvoll geschützt werden. Überflutungen des Siedlungsgebietes bei Starkregenereignissen bis zu einem 100-jährlichen Ereignis sollen in Zukunft verhindert werden.

Planung und Ausbau der Hochwasserschutzmaßnahmen erfolgte nach folgenden Ausbaugrundsätzen:

  • Errichtung von einem großen und zwei kleineren Rückhaltebecken mit einem Gesamtvolumen von rd. 51.000 m³ außerhalb des Siedlungsgebietes zur Aufnahme des Hochwasserabflusses.
  • Ungehinderte Ableitung der gedrosselten Abflussmenge über einen offenen Graben durch das Ortsgebiet von Neusiedl am See bis in den Schilfgürtel des Neusiedler Sees.

Die Auswahl der Baumaßnahmen erfolgte unter dem Gesichtspunkt des naturnahen Wasserbaues und in Abstimmung mit dem Naturschutz. Die Befestigung und Bepflanzung der Gräben und Becken erfolgte ausnahmslos mit standortgerechten Pflanzen und Baustoffen.